Drei Fragen an SwissORGANICS

SwissORGANICS vertritt als Mitgliedorganisation die Interessen und Bedürfnisse der Lizenznehmenden bei Bio Suisse. Matthias Staehelin, Swissmill, ist ad interim Präsident von SwissORGANICS, Eric Droz, Biomühle Lehmann, ist Präsident der Fachgruppe Lizenznehmende und Vertreter der MO SwissORGANICS an der Präsidentenkonferenz. Die Delegierten der MO SwissORGANICS sind Peter Lendi, Erboristi Lendi SA, und Yves Santini, Ei AG.

Eric Droz (links), Präsident der Fachgruppe Lizenznehmende & Matthias Staehelin, ad interim Präsident von SwissORGANICS.

«Nur Mehrwerte, die bis zu den Konsument:innen durchdringen, haben langfristig eine Chance»

Was hat Sie persönlich motiviert, eine wichtige Rolle bei der  SwissORGANICS  zu übernehmen?

Matthias Staehelin: Ich engagiere mich seit der Gründung der IG Bio im Jahr 2015 im Vorstand aus Überzeugung. Ich möchte mithelfen, die Rahmenbedingungen in den verschiedenen relevanten Bereichen für Bio in der ganzen Wertschöpfungskette zu verbessern. Dadurch leisten wir einen Beitrag für den langfristigen Erfolg von Bio-Produkten auf dem Markt. Das kommt allen Bio-Akteuren in der Schweiz zugute.

Eric Droz: Ich bin seit der Gründung der damaligen MO Lizenznehmende dabei. Ich muss zugeben: Anfangs war ich etwas skeptisch, da Bio Suisse eine Produzent:innenorganisation ist. Mittlerweile erachte ich SwissORGANCIS als sehr wertvoll für den Austausch zwischen Bio Suisse und der ganzen Bio-Branche. Es ist wichtig, bei allen Geschäften die ganze Wertschöpfungskette im Boot zu haben. Nur so können Richtlinien zielführend und nachhaltig weiterentwickelt werden. Nur Mehrwerte, die bis zu den Konsument:innen durchdringen, haben langfristig eine Chance.  

Was sind Ihre wichtigsten Ziele als Mitgliederorganisation von Bio Suisse für dieses Jahr? 

Unser wichtigstes und übergeordnetes Ziel ist es, Mehrwerte für die Lizenznehmenden zu schaffen, indem wir ihre Anliegen bündeln und wirkungsvoll gegenüber Politik, Behörden und Partnerorganisationen vertreten. Wir sorgen für einen Austausch zwischen unseren Mitgliedern, den zuständigen Behörden (BLV, BLW, Zertifizierungsstellen, VKCS) sowie wichtigen Akteuren wie Bio Suisse, FiBL und internationalen Verbänden.   Um hier möglichst wirkungsvoll zu sein, ist es wichtig, im ersten Jahr mit ca. 600 Mitgliedern Strukturen aufzubauen und Bedürfnisse und Anliegen gut zu kennen.   Wir wollen unsere Mitglieder zeitressourcenschonend mit Informationen bedienen, per Newsletter, Webinaren und Leitlinien. Wichtig ist die Partnerschaft mit Bio Suisse, dort sollen die Anliegen der Lizenznehmenden jetzt Gehör finden.   Grundsätzlich wollen wir den Bio-Unternehmen eine kompetente Vertretung nach aussen geben. Mit einem eigenen LinkedIn-Auftritt vertreten wir schon jetzt unsere Präsenz in den Fachnetzwerken.

Wann werden die Lizenznehmenden zum ersten Mal von SwissORGANICS kontaktiert?

Die Lizenznehmenden, die jetzt als Pflichtmitglieder zur SwissORGANICS gestossen sind, werden in jedem Fall alle zu unserer GV am 10.05.2026 in Olten eingeladen, wo sie offiziell in den Verein aufgenommen werden. Die Einladung wird zeitnah erfolgen. Wir freuen uns, dann möglichst viele neue Mitglieder an der GV persönlich zu begrüssen und in einem ersten Austausch Bedürfnisse und Anliegen aufzunehmen, so dass wir mit diesen Inputs Mehrwerte für die Zukunft schaffen können.  

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